Mittwoch, 25. Januar 2012

Glück kommt von Denken von Heidemarie Bennent-Vahle

Kommentar von Bücherfans:
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Frau Dr. Phil. Heidemarie Bennent-Vahle führt eine Philosophische Praxis in Henri-Chapelle (Belgien). Sie ist Dozentin am Euregio-Kolleg Würselen sowie an der Katholischen Fachhochschule für Sozialarbeit in Aachen
http://www.bedenk-zeit.de/

Frau Bennent-Vahle hat als Philosophin die Suche nach dem Glück mal aus der philosophischen Sicht beleuchtet. Zitat:“die meisten Leite ahnen nicht, wie viel besser es ihnen gehen würde, wenn sie hin und wieder einmal sehr gründlich nachdenken würden.“

Ihr Buch ist ein akribisch recherchiertes Werk mit eigenen Erfahrungen und Meinungen von diversen Philosophen zum Thema Leben aus philosophischer Sicht und wo die Quelle tieferer Glücksempfindungen kommen könnte.

Hierbei beschreibt sie, wie wichtig „philosophische Qualitäten“ in Bezug auf Zerwürfnisse von Liebenden, Nöte in der Kindererziehung, die Abwertung des Alters, die allgemeine Flucht vor der Einsamkeit, die Überfoderung durch die Arbeitswelt (Burnout), der Verlust der gesellschaftlichen Solidarität usw. ihrer Meinung nach sind.

Wer bisher nur die Ratschläge über das Streben nach Glück von Psychologen gelesen hat, bekommt hier Denkanstösse aus philosophischer Sicht und eigener Erfahrungen.

Darüber hinaus fließen auch Gedanken aus ihrer Lehrtätigkeit und den Diskussionen mit Besuchern ihrer philosophischen Praxis ein.

Nach meiner Auffassung ist dieses Buch ein gelungenes Werk mit Überlegungen und philosophischen Gedanken, um aus dem eindimensionalen Streben nach Glück zu einem erfüllten Leben zu kommen.
 

Schattenspiel von Charlotte Link

Kommentar von buecherfans:
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Ein klassischer spannender "who done it" Krimi.

Ich hatte schon lange nichts mehr von Charlotte Link gelesen und war gespannt auf das Buch „Schattenspiel“. Die Handlung könnte aus einem klassischen spannenden Theaterkrimi von Agatha Christie stammen, wo alle Verdächtigen an einem Ort vom Opfer eingeladen werden und der ermittelnde Inspektor - hier mit Namen Kelly - die Aufgabe hat, den Täter zu ermitteln. Im Laufe der Handlung werden dann alle potentiellen Täter mit ihren unterschiedlichsten Lebensläufen vorgestellt. Alle verdächtigen Protagonisten waren ehemalige Freunde oder Lebensgefährtinnen vom Opfer. Es geht dabei um Verletzungen seelischer Art, die die Freunde dem Opfer zurechnen. Obwohl eigentlich jeder die Chance hatte, selbst Entscheidungen zu treffen und sie letztlich auch getroffen hat, um sein Schicksal zu steuern, geben sie dem Opfer - David Bellino - die Schuld an ihrem Scheitern und Leiden. Jeder hatte also ein Motiv , um als Täter in Frage zu kommen.

Charlotte Link hält die Spannung bis zum Ende aufrecht, sodass alle Verdächtigen immer noch Täter sein können.

Da ich gerne psychologische Krimis lese und mich vorzüglich unterhalten habe, kann ich den Kriminalroman nur empfehlen.




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Deine Juliet von Mary Ann Shaffer

Bücherfans Kommentar:
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Zuerst habe ich gedacht, wie kann ein Buch unterhaltsam sein, das nur Briefe enthält, bzw. wie kann man einen Briefroman lesen. In Zeiten, wo man täglich hunderte e-mails bekommt aber nur wenige lesen kann oder möchte, weiss kaum noch jemand , wie man Briefe schreibt. Und kaum einer weiß, wie lange ein Brief unterwegs ist und man nicht, wie bei e-mails oder online chats, sofort eine Antwort bekommt.
Die Briefe beginnen nach dem Krieg ab dem 8. Januar 1946 und enden am 21. September 1946.

Es wird über die Leiden während des Krieges und der Besatzungszeit auf der englischen Insel Guernsey berichtet, die die Zeitzeugen erlebt haben und die in Briefen wiedergegeben werden. Schon auf der Vorderseite des Einbandes sieht man eine Frau (wehmütig?) aufs Meer schauen. Man erkennt die dunkle Silhouette der Frau und eine Trübe Aussicht aufs Meer. So wie man eben auch damals vielleicht auf ein Postschiff im Hafen gewartet hat. In dem Briefroman geht es aber auch um Liebe und sich sorgen und alles in allem gute Literatur und natürlich die Kunst aus Briefen einen unterhaltsamen Roman zu gestalten.

Facit: Wer gerne gute Literatur und England mag und sich für die Zeit während und nach dem 2. Weltkrieg interessiert, der sollte diesen Briefroman lesen.
 

 




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Donnerstag, 17. November 2011

Die kalte Zeit von Susanne Kliem

Kommentar von Bücherfans:
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Der Krimi „Die kalte Zeit“ ist der unmittelbare Nachfolger von „Theaterblut“ und ein spannender Kriminalroman vom Niederrhein aus dem Ort Büttgen, ein Ortsteil von Neuss.
Die Protagonisten bei Susanne Kliem laufen auf bestimmten Pfaden und können philosophisch betrachtet werden, wie es auch schon Rainer Maria Rilke getan hat:
Zitat:“ Denn wie wir dieses Dasein des einzelnen als einen größeren und kleineren Raum denken, so zeigt sich, dass die meisten nur eine Ecke ihres Raumes kennen lernen, einen Fensterplatz, einen Streifen, auf dem sie auf und nieder gehen. So haben sie eine gewisse Sicherheit.“
So agieren auch die Protagonisten von Susanne Kliem bestimmt durch Angst, Schicksalsschläge, Beziehungsprobleme und persönliche Geheimnisse. Wer hat die Spitzen von tausenden Weihnachtsbäumen abgeschlagen und Tannenbaumproduzent Konrad Verhoeven an den Rand des Ruins getrieben? Wer hat den Mord begangen und welche Motive stecken dahinter? Eine gut recherchierte, spannende Handlung beginnt im Milieu der Tannenbaumzüchter und Verkäufer und reist das friedliche Nest Herkenbroich bei Neuss aus dem Winterschlaf. Es beginnt nach „Theaterblut“ der zweite Fall für das Düsseldorfer Ermittler-Duo Tom Zagrosek und Wiebke Blessing - und der erste deutsche Weihnachtsbaum-Krimi.
Der Fall erinnert an einen echten Fall vor einigen Jahren, wo auch ein Weihnachtsbaum Produzent in den Ruin getrieben wurde.
Susanne Kliem beschreibt die spannenden Szenen der Handlung so realitätsnah, das man als Leser ebenfalls ins Gruseln kommt, wenn z.B .die Raben an einer Leiche knabbern und wie eine Wolke davonfliegen.
Für mich ist es der Roman ein wunderbarer spannender, unterhaltsamer Krimi, der gut in die Winterzeit passt.

Montag, 1. August 2011

Nathalie küsst von David Foenkinos

Kommentar von Bücherfans:
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Über den Autor:

David Foenkinos, 1974 geboren, Schriftsteller und Drehbuchautor, studierte Literaturwissenschaften an der Sorbonne. "Nathalie küsst" (heißt im französischen "La Delicatesse") ist sein achter Roman, der in Frankreich einen sensationellen Erfolg hat, wird gerade von Foenkinos' Bruder Stephane Foenkinos, mit Audrey Tautou in der Rolle der Nathalie, verfilmt. Seine Werke erscheinen in über 15 Ländern und wurden bereits für alle wichtigen französischen Literaturpreise nominiert.
Kommentar von Bücherfans:

Die Liebesgeschichte mit viel Gefühl fängt richtig harmonisch, fast kitschig an, wird dann aber je geändert, als François nicht vom Joggen zurückkehrt, weil eine Blumenhändlerin ihn überfahren hat.

Nathalie, eine liebreizende und schöne Frau, muss jetzt erst einmal allein ihr Leben meistern. Sie muß sich der Neugier der Kollegen und der Aufdringlichkeit ihres Chefs Charles in der schwedischen Firma, in der sie als leitende Angestellte arbeitet, erwehren. Aber dann, eines Tages, betritt ein Mann namens Markus ihr Büro. Nathalie packt ihn impulsiv und unvermittelt und küsst ihn.

Damit beginnt eine erotische und nicht kitschige Liebesgeschichte, wie sie empfindsamer und zärtlicher nicht laufen kann. Diese Absicht des Autors geht auch aus einem Interview in youtube mit Foenkinos hervor.

Nach meiner Auffassung ist "Natalie küsst" Foenkinos bisher schönste Liebesgeschichte und unbedingt lesenswert, wenngleich der französische Titel "La Delicatesse" aufregender klingt, ist der Inhalt doch identisch.







buch.de - Frühling im Anflug!

Montag, 25. April 2011

Die Geschichte von Herrn Sommer von Patrick Süskind

Kommentar von Bücherfans:
mit Bildern von Sempe´

Eine klassische Novelle, die zum Nachdenken anregt, ist wunderbar vom Autor geschrieben. Man fragt sich lange Zeit, was es wohl mit Herrn Sommer auf sich hat und warum er ruhelos durch die Landschaft rast. Erst zum Schluss entschwindet Herr Sommer und man kann sich aus seinen früheren Äußerungen und seiner letzten Handlung zusammenreimen, was wohl in ihm vorging. Das Buch mit seinen 128 Seiten ist von Sempe wunderbar passend mit ganzseitigen Bildern illustriert und herrlich zu lesen.



Dienstag, 5. April 2011

Todesspiel auf Juist von Bettina von Cossel

Kommentar von Bücherfans:
http://www.buecherfans.de/Rezensionen.html



Nach „Tod in den Dünen“ gibt es wieder einen neuen Krimi von Bettina von Cossel, der auf Juist spielt. Bettina von Cossel ist diesmal zur Hochform aufgelaufen und hat einen nach meiner Auffassung noch spannenderen Krimi geschrieben als bei „Tod in den Dünen“.

Da ich gerne schöne, spannende Krimis im Stil von Agatha Christie lese, habe ich mich beim "Todesspiel auf Juist" köstlich unterhalten.

Es gibt wieder einen Fall für den Krimiautor Leo Marquart, der auf Juist weilt und eigentlich Inspirationen für einen neuen Roman sucht. Aber dann gibt es plötzlich Tatwaffen ohne Leiche und Tote ohne Motiv und viele Tatverdächtige. Da die Polizei durch den erkrankten Hauptkommissar geschwächt ist, übernimmt Leo Marquart eigene Recherchen, um Licht in die Kriminalfälle zu bringen. Bettina von Cossel schafft es, die Spannung wieder bis zum Schluss ansteigen zu lassen, um dann plötzlich eine Lösung zu präsentieren, die man bis dahin nicht für möglich gehalten hatte. Ein sehr lebendig geschriebener und nie langweiliger Schreibstil, der immer animiert weiter zu lesen.

Wer schon einmal auf Juist Urlaub gemacht hat, wird sich an viele Orte erinnern und wer noch nicht dort war, wird sich vielleicht wünschen auch einmal Urlaub auf der nordfriesischen Insel zu verbringen. Denn speziell, wenn es um kulinarische Genüsse geht, die im Roman beschrieben werden, möchte man diese vielleicht auch mal genießen. Mir ging es jedenfalls so.




Montag, 21. März 2011

Das verlorene Symbol von Dan Brown

Kommentar von  http://www.buecherfans.de/:

Nachdem ich "Illuminati" und "Sakrileg" von Dan Brown verschlungen hatte, habe ich mir natürlich auch den Thriller "Das verlorene Symbol" von Dan Brown gekauft. Ich hatte mir einen Thriller gewünscht und ein spannendes Abenteuer mit Robert Langdon.

Für das Gefühl und die Emotionen darf natürlich auch Katherine mit ihren Abenteuern in nicht fehlen. Auch wenn ich das Muster der Handlung bereits von den oben erwähnten Büchern kannte, habe ich keinen Abbruch in dem spannungsgeladenen Thriller empfunden. Ich habe mich köstlich unterhalten und fühlte mich zeitweise auch in Washington unterwegs, vor allem unterstützt durch die Illustrierte Ausgabe des Buches.

Für Dan Brown Fanswie für mich, ist der Roman wieder ein spannender Thriller und für alle, die Dan Brown noch nicht gelesen haben, wahrscheinlich ein noch spannenderes Abenteuer, auch wenn einige Handlungsstränge sehr fantasiereich geschrieben wurden.



Dienstag, 1. März 2011

Darkness von Douglas Preston, Lincoln Child

Kommentar von Buecherfans:
http://www.buecherfans.de 
Ein  Fall für Special Agent Pendergast die Hauptfigur der Autoren Douglas Preston und Lincoln Child.
(Jetzt auch als Hörbuch)
Der  Thriller von Douglas Preston und Lincoln Child führt uns in ein neues spannendes, atemberaubendes Abenteuer von Special Agent Aloysius Pendergast und seinem Mündel Constance Green.
Die Autoren sind bereits bekannt durch die Thriller: Dark Secret, Maniac, Codex, Der Canyon usw. Der Roman kann in die Reihe der Thriller um Agent Pendergast eingereiht werden, steht jedoch unabhängig von den Handlungen anderer Bücher der Autoren. Man kann sich also auf einen in sich abgeschlossenen Thriller freuen.
Die spannende Handlung beginnt in einem tibetischen Kloster von tantrischen Mönchen, das von den Autoren so beschrieben wird, als würde man als Leser direkt vor Ort dabei sein. Die Story ist zwar frei erfunden aber die Details in der Handlung sind sehr gut in der Realität recherchiert. Pendergast und sein Mündel lernen schnell von den Mönchen etwas über die geheimen Lehren und der Beherrschung des Geistes. Ein gut bewachter Kultgegenstand des Klosters, das Agozyens, wurde gestohlen und Pendergast soll es finden, bevor es für die Menschheit einen verheerenden Schaden anrichtet. Bei der Verfolgung des Diebes über Venedig und einem Mord führt ihn der Weg auf einen Transalantik Liner, der im Liniendienst nach New York fährt. Hier finden die grausigen Abenteuer und die verheerenden Auswirkungen des Kultgegenstandes, die an Spannung nicht zu überbieten sind, statt. Eine Jjagd gegen die Zeit beginnt, um eine Katastrophe zu verhindern. Pendergast versucht die im Kloster erlernten Techniken gegen das Böse einzusetzen, das von einem an Bord befindlichen Dämon ausgeht. Der Leser darf gespannt sein, ob ihm dies gelingt. Aber auch andere Fähigkeiten des Agenten helfen den Verantwortlichen auf dem Luxusliner ihr Gesicht zu wahren und der Reederei keinen Ärger zu bereiten. Die Autoren bemühen unter anderem psychologische, philosophische Aspekte und die Abgründe menschlichen Handels, wenn dies wie z.B. die Spielsucht triebgesteuert ist; wobei auch Hedge-Fond Manager nicht ausgelassen werden. Wenn man als Leser meint, die Spannung müsste doch bald aufgelöst werden, wird man erneut in eine spannende, teils übernatürliche Wirklichkeit (Mystik, Fantasy) entführt. Erst zum absoluten Schluss des Buches erfährt der Leser, ob Pendergast seine Mission erfüllen konnte und warum der Kultgegenstand aus dem isolierten ,zu China gehörenden, Tibet gestohlen werden konnte.
Facit: Der Thriller hat absolute Bestsellerqualitäten und ist an Spannung und Unterhaltung nicht zu überbieten. Auch der Informationswert zu Schiffstechniken, Spielkasinos, Seemannschaft und Klöstern kommt nicht zu kurz. Trotz der fast 500 Seiten habe ich das Buch in zwei Tagen „verschlungen“ und kann es jedem Krimi- und Thriller-Fan sehr empfehlen.